Um kurz vor halb 9 wandern wir auf der französischen Seite die Straße nach Urdos entlang talwärts.

Das Blumenmeer am Straßenrand ist selbst im Halbdunkel noch ganz erstaunlich. Kurz vor einem Haus beim Centre Pastoral füllen wir die Weinflasche um und schmeissen das Glas in eine am Parkplatz stehende Mülltonne. Dann steigen wir in einer Kurve in den Wanderweg Richtung Refuge de Lary ein und steigen ziemlich rasch in die aufziehende Dunkelheit.

Als ich schon mit dem Gedanken spiele, die Isomatte auf den Wanderweg zu legen, taucht plötzlich ein wunderschöner Biwakplatz neben einem Felsen auf. Wir bauen sofort das Zelt auf und sichern die Rucksäcke gegen den Nebel.

Mit dem Taschenmesser müssen wir ein paar Disteln entfernen, damit uns nicht gleich die Luftmatratze um die Ohren fliegt.

Gespenstisch, wie schnell die Dunkelheit Kontrolle über den Nebel gewinnt.

Noch schnell ein bisschen Salami und ein paar Madeleines verspeisen und einen Schluck Wein dazu trinken.

Dann ist es dunkel. Gute Nacht.

Karte zum 1. Streckenabschnitt

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