Der morgendliche Blick aus dem Hüttenfenster ist eigentlich eine Frechheit. Wie soll man da an einen Ruhetag denken?

Klar, dass schon zum Frühstück um 8:15 Uhr Pläne gemacht werden auf welcher anstrengenden Wanderung man sich am besten ausruhen könnte.

Der Pic du Midi d’Ossau verändert wieder mal minütlich sein Antlitz (anklicken für groß) und dort unten steht ein Zelt.

Auf jedenfall erst mal den Berg hoch, in Richtung Lac Bersau. Nur bis dort oben hoch, dann umdrehen und mittagessen, oder?

Die Mikrowelten haben es mir heute angetan. Das nächste Mal nehme ich eine Tüte Modelleisenbahnfiguren mit und spiele Slinkatchu.

Da ist der Hubschrauber, mit der frischen Tütensuppe für die Refuge. Ich wollte, ich wäre Hubschrauberpilot.

Doch dort hinunter? Ich dachte, wir drehen um. Der Hubschrauber hat doch das Mittagessen gebracht … .

Am Lac Castérau fragt man sich, ob es noch kitschiger werden kann. Eine Postkarte jagt die andere.

Dann kommen wir ins Indianergebiet. So ganz geheuer ist mir nicht. Ich entsichere vorsichtshalber das Gewehr.

Dann wird es wieder etwas lieblicher.

Dort drüben führt morgen der Weg hoch. Es sieht ziemlich steil aus und hoch, aber machbar.

Überall wachsen Orchideen, man könnte einen Strauss voll davon pflücken.

Aber lebendig sehen sie hübscher aus, das Gefleckte Knabenkraut und dieses hier … auch ein Knabenkraut, denke ich, aber welches?

Man kann herrlich darin ruhen und Gras kauen wie ein Pferd, in diesen Orchideenwiesen.

Diese Mikrowelten sind wirklich unfassbar und die Kamera mit dem schwenkbaren Schirm erweist sich als sehr nützlich.

Ob ich mich trauen würde, im eiskalten Lac d’Ayous mit Blick auf die Hütte zu schwimmen? So wie Lemon und Kopfsalat dies beschrieben haben? Man wird mich für einen irren Teutonen halten ….

Egal! Splitterfasernackt hinein ins erfrischend kühle Nass. Es ist ungefähr so „.“ kalt.

Dann gibt es Abendessen mit Panorama und wir lernen Viktor, einen Schweizer Psychoanalytiker, und Peter, einen neuseeländischen „Submariner“ kennen. Es gibt Tomaten-Kartoffel-Suppe, Cassoulet und Apfelmus mit Keks – wobei mir letzteres bekannt vorkommt. Peter betreut ein versunkenes neuseeländisches U-Boot aus dem 1. Weltkrieg in der Türkei.

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