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Da das Wetter für eine Fortsetzung der Tour ungeeignet erscheint (faule Ausrede, wir sind zu schlapp zum Weitergehen) fahren wir mit dem Bus nach Argelès-Gazost. Die paar Kilometer kosten fast so viel wie von Bilbao nach Pamplona.

Der Parc Animalier Pyrenees ist eigentlich eine Frechheit, aber trotzdem sehenswert. Immerhin sind die Bären echt und hier im Zoo offenbar sicherer als in freier Wildbahn. Vor ein paar Jahren gab es noch 5 Stück, davon wurde einer (schon mit mehreren Gewehrkugeln gespickt) von einem Polizeiauto überfahren.

Auch der Luchs sagt klar was er denkt.

Der Weg nach Spanien ist aber von dicken Wolken versperrt.

Es gibt in ganz Argelès kein vernünftiges Restaurant mehr – na eines vielleicht, aber das ist bis auf den letzten Platz belegt. Also Pizza mit Profiteroles … und extra Schlagsahne (+ 60 Cents) gegen den Wetterfrust.

Ein unangenehmer Spaziergang an der Strasse entlang (Autostopp erfolglos) bringt uns nach Beaucens und vorbei an Merowingersärgen (wie passend) hinauf zum Donjon des Aigles.

Dabei geleitet uns die letzten Kilometer ein anhänglicher Hund.

Ich bin nicht sicher, was ich von der domestizierten Wildnis halten soll, aber sicher wäre mir in freier Wildbahn ein solches Foto nicht so schnell gelungen. Trotzdem … .

Der Rückweg nach Pierrefitte-Nestalas sieht kurz und idyllisch aus.

Aber dieses Tal ist für Autotouristen gedacht, nicht für Wanderer aus den Bergen. Es gibt weder Wanderwege noch Brücken über den Fluß. Wir müssen einen riesigen Umweg gehen.

Entschuldigung, aber welchem Irrenhaus ist dieser Verkehrsplaner hier entsprungen?? Wenn man bedenkt, dass der nächste Ort 200 Einwohner hat, aber eine Kreuzung gross wie ein Flugplatz.

Aber ich will nicht meckern. Immerhin gibt es hier regerierbare Energie. Und eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Tunnel unter dem Vignemale hindurch.

Eine Brücke aus Tucholskys Zeiten, die man verfallen lässt, denn sie ist von Schwerlastverkehr nicht befahrbar.

Eine sehr ungewöhnliche Wehrkirche, die man besichtigen könnte, wenn wenn wenn … das Rathaus nicht schon geschlossen wäre, wo man den Schlüssel abholen müsste.

Ach und einen Käsebär. Aber am besten gefällt uns die sensationelle Immobilienmaklerin, die uns (nachdem uns der Bus exakt vor der Nase davon fährt) mit zurück nach Cauterts nimmt und uns dort direkt bis vor der Haustür der Pension Dulau fährt. Endlich daheim! Wie hieß es noch gleich bei Tucholsky? … die Stubenmädchen stehen zusammen und beraten, wer von wem das nächste Kind bekommen wird. Von mir nicht. Auf und davon –! … ich glaube, er was nie in Pierrefitte-Nestalas. Alles in allem ein Ausflug, den man sich auch hätte sparen können. Naja ok … .

Das Beste an diesem Tag wird das Abendessen zuhause.

Diese GIER in ihren Augen! Die arme Rote Beete.

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