• Erlöst vom Gebirge – erlöst vom Klettern und Steigen. In meinem Herzen liegt eine kleine Flocke, eben geboren, ein Ei: Sehnsucht nach den Pyrenäen. (Kurt Tucholsky, Ein Pyrenäenbuch)
  • Die Pyrenäen, Sie sind nicht allzu hoch – ihre Linien sind sanft geschwungen, der scharfe Grat ist hier selten, und alle Kuppen sind rund. Es ist wie erstarrte Musik in diesen Höhenzügen. (Kurt Tucholsky, Ein Pyrenäenbuch)
  • Dieser Bergstrich ist meist einsam, er entbehrt der großen pompösen Schönheiten, aber er hat seinen Stil für sich. Gebüsch kriecht am Boden, hin und wieder flattern noch Vögel, es ist noch nicht kalt und nicht mehr warm, nicht mehr bewachsen und noch nicht kahl, noch nicht eisbedeckt. (Kurt Tucholsky, Ein Pyrenäenbuch)
  • Weil wir grade von Rindvieh sprechen: auch die Politik bringt diese Bauern nicht auf den Trab. »Wen wählen sie –?« fragte ich. »Den Sohn des alten Deputierten«, sagten die Kenner, und so war es häufig. Sie wählten oft die Person und den Familiennamen, nicht die Parole und die Partei. Der Vater hats gemacht, der Sohn wirds auch machen. Das ist politisch sicherlich rückständig, aber ebenso sicher immer noch besser, als ein abstraktes Listensystem, bei dem der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Steuerassistenten zur Wahrung seiner Berufsinteressen ins Parlament geschickt wird, ohne dass mans eingestehen will. Und so sieht das Parlament ja auch aus. (Kurt Tucholsky, Ein Pyrenäenbuch)
  • Am Ausgang hängen alte Krücken, die haben die Geheilten aufgehängt, und ein Gipskorsett ist auch dabei. (Kurt Tucholsky, Ein Pyrenäenbuch)